Erwachsene
Gartenliebhaber*innen und solche, die es werden wollen aufgepasst: Hier kommt ein Angebot, das praktisches Wissen und Handlungskompetenz rund ums Thema Garten vermittelt. Wir gehen der Frage nach: Wie kann mein eigener Garten die Biodiversität fördern und gleichzeitig auf das sich verändernde Klima vorbereitet werden?
Workshop "Crashkurs: Grundlagen des Gemüseanbaus"
Samstag, 11. April 2026, 14.00 - 17.00 Uhr (ausgebucht)
Biohof Chlaffental, Chlaffentalstrasse 101, 8212 Neuhausen, im Garten des Vereins Bioloca
In diesem Workshop erhältst du eine kompakte Einführung in die Grundlagen des Gemüseanbaus und setzt das Gelernte direkt im Garten um. Der Workshop bietet neben theoretischen Teilen, in denen es um Boden als lebendigen Organismus, Standortansprüche sowie Strategien für weniger ideale Bedingungen geht, auch praktische Teile. Darin werden einfache Handgriffe und passende Werkzeuge für die Jungpflanzenanzucht sowie für Beetvorbereitung, Pflanzung und Direktsaat näher beleuchtet. Überdies wird die laufende Pflege vom Hacken und Jäten und natürlichen Düngen geübt und besprochen. Zusätzlich werden Themen wie Fruchtfolge, Mischkultur und Mulchen näher betrachtet.
Exkursion "Naturnaher Garten"
Samstag, 9. Mai 2026, 14.00 - 16.00 Uhr
Auf dem Klettgauerhof, Klettgauerhof 1, 8217 Wilchingen
An einem blühenden Beispiel erleben Sie, wie ein naturnaher Garten aussehen kann. Im mehrfach ausgezeichneten und zertifizierten Garten von Regula Gysel auf dem Klettgauerhof in Wilchingen sammeln Sie aus erster Hand Eindrücke und Inspirationen für den eigenen Garten. Mit ihrer Leidenschaft für die kleinen Gartenbewohner*innen und ihren Lebensraum nimmt Regula Gysel Sie mit auf einen Rundgang durch die vielfältigen Ecken und Winkel ihres Gartens. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten bestehen und welche Massnahmen Sie selbst umsetzen können.
Vortrag "Garten der Zukunft"
Mittwoch, 28.10.2026, 19.00 Uhr
Pavillon im Park, Steigstrasse 26, 8200 Schaffhausen
Wie sieht der Garten der Zukunft aus? Wie lässt sich ein Privatgarten so gestalten, dass er sowohl die Biodiversität fördert als auch mit veränderten Klimabedingungen gut zurechtkommt? Rund um dieses Spannungsfeld zeigt der Vortragsabend anhand drei unterschiedlicher Fachperspektiven aus Planung und Gestaltung auf, was die Herausforderungen sind und wie jede Privatperson wie auch Städte und Gemeinden zukunftsfähige und vielfältige Gärten und Grünräume gestalten können. Lassen Sie sich die Chancen der veränderten Bedingungen aufzeigen und nutzen Sie sie für Ihr eigenes Gartenrefugium.
Teil 1: Natur in einer gebauten Umwelt, Referent: Jonas Frei
Jonas Frei beleuchtet in seinem Referat die Veränderung der Landschaft und Pflanzenwelt im Laufe der Zeit und geht darauf ein, was die "globalisierte Natur" für die Pflanzenauswahl bedeutet und warum es in Zeiten des Klimawandels keine "guten" oder "bösen" Arten gibt. Freuen Sie sich auf reichhaltige Beispiele von robusten heimischen Arten bis hin zu ausgewählten Neobiota, die unter urbanen und sich wandelnden Standortbedingungen Vielfalt in die Stadt bringen.
Teil 2: Mein eigenes Gartenrefugium, Referentin: Catherine Blum
Catherine Blum wird mit ihrem Vortrag aufzeigen, welche Wünsche Gartenbesitzer*innen wirklich leiten, wie sie Menschen für vielfältige, einheimische und klimaangepasste Pflanzenkonzepte gewinnen kann und welche gelungenen Praxisbeispiele samt Pflanzenwahl beweisen, dass Biodiversität und Klimatauglichkeit im Privatgarten gemeinsam gelingen.
Teil 3: Pflanzen bis in den Himmel und zurück, Referent: Fritz Wassmann
Zum Schluss wird Fritz Wassmann uns in die Welt der Fassaden- und Dachbegrünung im urbanen Raum mitnehmen und aufzeigen, wie diese als erweiterte Gartenflächen dienen. Worauf kommt es bei anspruchsvollen Standorten an und wie wird geplant und umgesetzt? Welche Pflanzenarten eignen sich besonders für dauerhaft funktionierende und vielfältige Begrünungen?
Im Anschluss an die Vorträge wird eine aktive Diskussionsrunde eröffnet, um Blickwinkel und Erfahrungen wie auch Fragen aus dem Publikum zu besprechen. Moderation: Florian Brack, Grün Schaffhausen
Jonas Frei
Jonas Frei ist nicht nur Landschaftsarchitekt und Ökologe, sondern auch Stadtökologe, Natur-und Dokumentarfilmer, Illustrator und Autor. In seiner Arbeit verbindet er Gestaltung konsequent mit Botanik und Biologie, insbesondere mit Ökosystemen, Biodiversität und natürlicher Vielfalt. Momentan richtet sich der Fokus seiner Arbeit stark auf Pflanzen und Samen.
Catherine Blum
Catherine Blum ist diplomierte Landschaftsarchitektin und hat einen Masterabschluss an der ETH Zürich in Urban Design. Sie gründete 2015 das Büro BLUM Frei Raum Planung in Schaffhausen, welches sich in den Arbeitsfeldern Landschaftsarchitektur und Städtebau bewegt. Von der Konzeptphase bis hin zur Ausführung gestaltet das Büro öffentliche Freiräume, Plätze, Parkanlagen, Wohnumgebungen sowie private Gartenanlagen.
Fritz Wassmann
Fritz Wassmann-Takigawa ist ausgebildeter Gärtner und Lehrer und hat sich kontinuierlich fachlich und interdisziplinär weitergebildet. Prägend war unter anderem ein Permaculture Design Kurs in Neuseeland, in dessen Rahmen er sich intensiv mit Ökologie, Nachhaltigkeit sowie zukunftsfähigen Energie- und Umweltfragen auseinandersetzte.
Ein zentrales Wirkungsfeld seiner Arbeit ist die Leitung zahlreicher Lehrerkurse und Exkursionen in freier Natur, zunehmend in einem fächerübergreifenden, ganzheitlichen Ansatz (u. a. Botanik, Zoologie, Geologie), unter anderem für die Naturforschende Gesellschaft Schaffhausen. Ergänzt wurde dies durch Studienreisen mit Schwerpunkt Gartenkultur und Natur in der Schweiz und im europäischen Ausland (UK, NL, DE).
Er war Initiant und Dozent des NGL, des Lehrgangs für naturnahen Garten- und Landschaftsbau an der ZHAW Wädenswil, sowie Gründer und langjähriger Leiter des dreijährigen, berufsbegleitenden Lehrgangs „Gestalten mit Pflanzen“ an der Gartenbauschule Oeschberg. Darüber hinaus engagierte er sich über Jahrzehnte intensiv im Themenfeld Gebäudebegrünung.
Gemeinsam mit seiner Frau Kaori Wassmann-Takigawa führt er das Atelier für Ökologie und Gartenkultur in Siblingen. Dort entstehen Garten- und Landschaftsgestaltungen sowie Pflanzenplanungen mit klarer ökologischer und klimarelevanter Ausrichtung. Das gemeinsame Engagement umfasst zudem langjährige Recherchen und Projekte zu Energie, Klima und Nachhaltigkeit, insbesondere im Spannungsfeld von Windkraft und Natur.
Weitere Stationen seines Wirkens sind Tätigkeiten bei der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, im Botanischen Garten St. Gallen sowie im Natur- und Umweltschutz. Mehrere Jahre leitete er zudem die Wissenschaftlichen Jugendlager der Schweizerischen UNESCO-Kommission / Schweizer Jugend forscht. Aktuell arbeitet er an grossen Gestaltungsprojekten, darunter an einer vielfältigen Dachgartenlandschaft für ein Roche-Pharma-Gebäude in Rotkreuz (ZG).
Kontakt
David Heritsch
Projektmitarbeiter für das Projekt Naturpark-Gärtner*in
Sie erreichen mich immer montags 07:00-16:00
Telefon: +41 52 533 95 16
E-Mail: david.heritsch@naturpark-schaffhausen.ch