Wildbienenförderung

Im Laufe des Jahres 2017 wurde von Spezialisten ein Aktionsplan für Wildbienen ausgearbeitet. Die Analyse der Vorkommen von rund 100 seltenen Wildbienenarten im Naturpark ergab, dass die seltensten Arten in Ackerfluren und Reben des Klettgaus vorkommen. Dort leben sie in senkrecht stehenden, hohlen Stängeln oder in offenen Bodenstellen von Buntbrachen. Weiter sind die Kies- und Sandgruben, Steinbrüche und Deponien, aber auch Steinmauern, Felsaufschlüsse und gestaffelt gemähte Trockenwiesen sowie das Siedlungsgebiet von grosser Bedeutung für die Wildbienen. 2018 wurden die Rebberge in Hallau, Wilchingen, Trasadingen und Oberhallau kartiert, zwischen 2020 und 2022 diejenigen in Rüdlingen und Buchberg, die Rheinhalde in Schaffhausen und der Munot-Rebberg. Dabei wurden alleine in den Klettgauer Rebbergen 95 Wildbienenarten gefunden! Darunter fanden sich auch Arten, welche seit über 20 Jahren oder noch gar nie in Schaffhausen nachgewiesen werden konnten. Seit 2018 werden zusammen mit Schulklassen und Landwirten Aufwertungsmassnahmen für die seltenen Arten durchgeführt. Aufgrund der umfangreichen Daten aus den Kartierungen wurde der Aktionsplan Wildbienen im Jahr 2024 aktualisiert.

Sponsoring

Wir danken der IG Wilde Biene und der Stiftung Accentus für die Unterstützung unserer Projekte im Bereich Wildbienenförderung.